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Erststimmenprognose Bund:

Leichte Verluste für Union, Anzahl unsicherer Direktmandate bei AfD und SPD besonders hoch

 

von wahlkreisprognose.de: 10. JUNI 2018

 

Die Unionsparteien büßen Direktmandate ein. Obwohl die Direktmandate für AfD und SPD gegenüber Mai zunehmen, ist die Quote für unsichere Wahlkreise bei beiden Parteien besonders hoch.

 

SO SCHNEIDEN DEUTSCHLANDS SPITZENPOLITIKER DERZEIT IN IHREN WAHLKREISEN AB

 

CDU und CSU erreichen 237 potentielle Direktmandate, fünf weniger als im Mai. Die SPD erzielt 37 Direktmandate, drei mehr als im Vormonat. Zulegen kann auch die AfD mit jetzt 15 Direktmandaten (+2). Grüne und Linke erreichen wie im Vormonat vier bzw. sechs Direktmandate.

 

SPD und AfD mit höchster Quote an unsicheren Mandaten

 

Beim Blick auf den Erststimmenvorsprung der einzelnen Parteien zur Zweitplatzierten ergibt sich folgendes Bild:

 

Die Unionsparteien führen in 57,8 Prozent ihrer aktuellen Direktwahlkreise mit mehr als zwölf Prozent vor der zweitplatzierten Partei; in 19,8 Prozent der Unions-Wahlkreise beträgt der Vorsprung zwischen sechs und zwölf Prozent. In 22,4 Prozent der Wahlkreise liegen die Unionskandidaten zwischen null und sechs Prozentpunkten vor ihren Herausforderern.

 

Die SPD kann nur in 5,4 Prozent, der laut Prognose SPD-gewonnen Wahlkreise, einen Vorsprung von über zwölf Prozentpunkten aufweisen; in 10,8 Prozent der SPD-Wahlkreise liegt der Vorsprung zwischen sechs und zwölf Prozent. Die Quote für Wahlkreise mit einem hauchdünnen Erststimmenvorsprung ist bei den Sozialdemokraten (83,8%) am höchsten.

 

Die AfD-Direktmandate stehen ebenfalls auf unsicherem Terrain: in 80 Prozent ihrer Wahlkreise beträgt der Vorsprung nur zwischen null und sechs Prozent. In 13,3 Prozent liegen die AfD-Kandidaten zwischen sechs und zwölf Punkten vorne; nur in 6,7 Prozent der AfD-Wahlkreise mehr als zwölf Prozent.

 

Die Grünen haben in keinem ihrer Wahlkreise mehr als zwölf Prozentpunkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten einer anderen Partei. 50 Prozent der Grünen-Direktmandate weisen einen sechs- bis zwölf-Punkte-Vorteil auf. Ebenso 50 Prozent der Grünen-Direktmandate sind umkämpfter, der Vorsprung beträgt hier zwischen null und sechs Prozentpunkten.

 

In 33,3 Prozent der Direktmandate für die Linken, beträgt der Vorsprung zwischen null und sechs Prozentpunkten. Sechs bis zwölf Prozentpunkte Vorsprung weisen 16,7 Prozent der Linken-Direktmandate auf; die Hälfte der Linken-Direktmandate können zur Zeit mit mehr als zwölf Prozentpunkten gewonnen werden.

 

Potentielle Anzahl Direktmandate der einzelnen Parteien

Karte erststimmenprognose bundestagswahlkreise,

stand 10. JUNI 2018

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Erststimmentrend aktuell

Bundesweiter Erststimmentrend: wenig Veränderung bei den GroKo-Parteien - AfD und Linke gewinnen

 

Die Unionsparteien liegen wie im Vormonat bei 36 Prozent, darauf folgt die SPD mit 21,5 Prozent. Drittstärkste Erststimmenpartei ist erneut die AfD mit leicht verbesserten 14 Prozent (Mai: 13,5%). Unverändert bei 10,5 Prozent liegen die Grünen. Die Linke steigt auf 9,5 Prozent (+0,5%) und die FDP bleibt im Erststimmentrend unverändert bei sechs Prozent.

Wie entsteht die Wahlkreisprognose?

 

Bei der Wahlkreisprognose werden aktuelle gesellschaftliche und demoskopische Trends berücksichtigt, die für das Prognostizieren des Wahlausgangs in den verschiedenen Gebieten relevant sind. Wahlkreisspezifische Merkmale und frühere Wahlen spielen für die Prognose ebenso eine Rolle. Um mehr Transparenz zu gewährleisten, werden immer maximale und minimale Potentiale mit angegeben. Mehr Informationen zur Methodik finden Sie hier.

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