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Erststimmenprognose Bund:

Auf Kosten der Union: AfD und Grüne erzielen neues Rekordhoch

 

von wahlkreisprognose.de: 12. SEPTEMBER 2018

 

In der neuen Wahlkreisprognose für den Bund verlieren die Unionsparteien an Erststimmenmehrheiten. Die Anzahl der Direktmandate für AfD und Grüne steigen wieder an. Die Auswertung zeigt: beide Parteien haben das Potenzial noch weit aus mehr Direktmandate zu gewinnen.

 

 

So erreichen CDU und CSU insgesamt 191 Direktmandate, neun weniger als Ende August. Die SPD kommt auf 60 Direktmandate (-1). Die AfD folgt mit 32 Direktmandaten, sechs mehr als Ende August. Die Grünen verbessern sich um drei auf zehn Direktmandate. Unverändert sechs Direktmandate verbucht die Linke.

 

9 Unions-Wahlkreise könnten an die Grünen gehen - AfD mit Potenzial von 40 Direktmandaten

 

Der Ausgang in vielen Wahlkreisen war bereits bei der Bundestagswahl 2017 äußerst knapp. Dieser Trend dürfte aktuell noch drastischer ausfallen. Einige Wahlkreise, die 2017 von Unions- und SPD-Kandidaten direkt gewonnen wurden, weisen mittlerweile Vorsprünge anderer Parteien auf.

 

Es ist vor allen Dingen die AfD, die seit der Wahl 2017 stärker geworden ist. Die Rechtspopulisten könnten neben den aktuell 32 Direktmandaten noch acht weitere hinzugewinnen. Fünf davon liegen derzeit bei der Union, drei bei den Linken. In den betroffenen Wahlkreisen liegt die AfD lediglich zwischen null und sechs Prozentpunkten hinter den Unions- beziehungsweise Linkenkandidaten.

 

Die Grünen sind seit der vorangegangenen Abstimmung ebenfalls stärker geworden. So konnte die Ökopartei 2017 lediglich ein Direktmandat gewinnen. Derzeit verbucht die Partei in zehn Bundestagswahlkreisen Erststimmenvorsprünge. Doch das Grünen-Potenzial ist weitaus höher: in 14 weiteren Wahlkreisen liegen sie lediglich zwischen null und sechs Prozentpunkten hinter der erstplatzierten Partei zurück. Realistische Chancen auf Direktmandate haben die Grünen in neun von der Union und vier von der SPD angeführten Wahlkreise. Ein Direktmandat, welches die Linke derzeit inne hat, könnte ebenso an die Grünen fallen.

Karte erststimmenprognose bundestagswahlkreise,

stand 10. SEPTEMBER 2018

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Erststimmentrend aktuell

Bundesweiter Erststimmentrend

 

Im bundesweiten Erststimmentrend kommt die Union auf 32 Prozent, ein Punkt weniger als Ende August. In den alten Bundesländern erreichen CDU und CSU 33,5 Prozent (-0,5%). Die stärksten Verluste verbucht die Union in den ostdeutschen Bundestagswahlkreisen. Hier fällt sie von 27 auf 25 Prozent. Bundesweit auf Rang zwei bleibt die SPD mit 21,5 Prozent. Die SPD verliert im Westen einen halben Zähler (23%) und bleibt im Osten bei unverändert 14,5 Prozent. Die AfD verbessert sich bundesweit auf 15,5 Prozent. Die AfD ist im Osten mit 27 Prozent (+1%) stärkste Kraft und im Westen auf Platz vier (13%). Die Grünen erreichen im Erststimmentrend 13 Prozent (+0,5%). Im Westen erzielen sie mit 15 Prozent (+1%) einen neuen Bestwert. Die Linke verschlechtert sich im Osten von 19 auf 17,5 Prozent der Erststimmen - bleibt mit 8,5 Prozent (Ende August: 9%) jedoch bundesweit in etwa gleich. Die FDP erreicht bundesweit sechs Prozent.

Wie entsteht die Wahlkreisprognose?

 

Bei der Wahlkreisprognose werden aktuelle gesellschaftliche und demoskopische Trends berücksichtigt, die für das Prognostizieren des Wahlausgangs in den verschiedenen Gebieten relevant sind. Wahlkreisspezifische Merkmale und frühere Wahlen spielen für die Prognose ebenso eine Rolle. Um mehr Transparenz zu gewährleisten, werden immer maximale und minimale Potentiale mit angegeben. Mehr Informationen zur Methodik finden Sie hier.

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