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AGH-Prognose und BVV-Trend Berlin:

Welche Auswirkungen die Bundestagswahl hat

 

von wahlkreisprognose.de 13. Oktober 2017

 

Bei der Bundestagswahl in Berlin verloren CDU und SPD in der gesamten Stadt an Wählerstimmen. Die Linke blieb im Ostteil der Stadt deutlich unter ihren Erwartungen, konnte allerdings im Westteil deutlich zulegen. Während die Grünen in etwa das Ergebnis der letzten Wahl einfuhren, verbuchten AfD und FDP Zugewinne.

 

Welche Auswirkungen die Ergebnisse der Bundestagswahl auf die landespolitischen Prognosen hat, ermitteln wir mit der aktuellen Erststimmenprognose zu den Berliner Abgeordnetenhauswahlkreisen sowie dem BVV-Trend.

 

AGH-Erststimmenprognose

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CDU: Die CDU könnte 25 der 78 Wahlkreise direkt gewinnen. Das sind vier mehr als bei der letzten Berlin-Wahl. Zwei davon gewinnt die CDU in Pankow, jeweils einen weiteren in Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf. Alle Wahlkreise, in denen die CDU neuerdings vorne liegt, wurden 2016 von der SPD direkt gewonnen. In Marzahn-Hellersdorf verliert die CDU wiederum einen Wahlkreis an die Linke.

 

Welche Wahlkreise gewonnen werden:

 

- Charlottenburg-Wilmersdorf 7, östlicher Teil Schmargendorf mit Wilmersdorf von der SPD

- Tempelhof-Schöneberg 5, Teile von Mariendorf und Tempelhof von der SPD

- Steglitz-Zehlendorf 1, Steglitz nordwestlicher Teil von der SPD

- Pankow 2, u.a. Rosenthal und Blankenfelde von der SPD

- Pankow 4, u.a. Weißensee und Blankenburg von der SPD

 

Welche Wahlkreise verloren gehen:

 

- Marzahn-Hellersdorf 4, Marzahn-Süd mit Biesdorf an die Linke

 

 

SPD: Die SPD liegt in 18 Wahlkreisen vorne, zehn weniger als bei der letzten Wahl. Die SPD verliert in Mitte, Pankow und Neukölln Wahlkreise an die Linke, in Treptow-Köpenick zwei an die AfD und in Pankow zwei an die CDU.

 

Welche Wahlkreise verloren gehen:

 

- Mitte 6, nördlich der Ringbahn im Stadtteil Gesundbrunnen an die Linke

- Pankow 9, östlich der Greifswalder Straße und Teile Weißensees an die Linke

- Neukölln 3, Bereich westlich der Sonnenallee und östlich außerhalb der Ringbahn an die Linke

- Charlottenburg-Wilmersdorf 7, östlicher Teil von Schmargendorf mit Wilmersdorf an die CDU

- Tempelhof-Schöneberg 5, Teile von Mariendorf und Tempelhof an die CDU

- Steglitz-Zehlendorf 1, Steglitz nordwestlicher Teil an die CDU

- Pankow 2, u.a. Rosenthal und Blankenfelde an die CDU

- Pankow 4, u.a. Weißensee und Blankenburg an die CDU

- Treptow-Köpenick 4, Bereich Westteil von Köpenick bis Grünau und Schmöckwitz an die AfD

- Treptow-Köpenick 5, Bereich Ostteil von Köpenick mit u.a. Müggelheim an die AfD

 

Linke: Die Linke gewinnt insgesamt fünf Wahlkreise hinzu. In Mitte und Neukölln kann sie jeweils zwei Direktwahlkreise hinzugewinnen. Im Bezirk Pankow liegt die Linke in einem weiteren Wahlkreis vorne, zu Lasten der SPD. In Marzahn-Hellersdorf gewinnt die Linke zwar ein Direktmandat von der CDU, verliert im Gegenzug jedoch eines an die AfD.

 

Welche Wahlkreise gewonnen werden:

 

- Mitte 4, Teile von Moabit und Wedding von den Grünen

- Mitte 6, nördlich der Ringbahn im Stadtteil Gesundbrunnen von der SPD

- Pankow 9, östlich der Greifswalder Straße und Teile Weißensees von der SPD

- Neukölln 2, u.a. östlich der Sonnenallee von den Grünen

- Neukölln 3, Bereich westlich der Sonnenallee und östlich außerhalb der Ringbahn von der SPD

- Marzahn-Hellersdorf 4, Marzahn-Süd mit Biesdorf von der CDU

 

Welche Wahlkreise verloren gehen:

 

- Marzahn-Hellersdorf 6, Kaulsdorf-Nord und Hellersdorf-Süd an die AfD

 

Grüne: Die Grünen könnten zehn der zwölf Direktmandate von 2016 verteidigen. In den zwei verlorenen gehenden in Mitte und Neukölln liegt aktuell die Linke vorne.

 

Welche Wahlkreise verloren gehen:

 

Mitte 4, Teile von Moabit und Wedding an die Linke

Neukölln 2, u.a. östlich der Sonnenallee an die Linke

 

AfD: Die AfD kann im Vergleich zur letzten Abgeordnetenhauswahl insgesamt drei Wahlkreise hinzugewinnen, von denen alle im Ostteil der Stadt liegen. Zwei Mandate in Treptow-Köpenick würden von der SPD zur AfD wechseln. Ein weiteres in Marzahn-Hellersdorf, welches 2016 von den Linken direkt gewonnen wurde.

 

Welche Wahlkreise gewonnen werden:

 

- Marzahn-Hellersdorf 6, Kaulsdorf-Nord und Hellersdorf-Süd von den Linken

- Treptow-Köpenick 4, Bereich Westteil von Köpenick bis Grünau und Schmöckwitz von der SPD

- Treptow-Köpenick 5, Bereich Ostteil von Köpenick mit u.a. Müggelheim von der SPD

 

FDP: Die FDP würde aktuell kein Direktmandat gewinnen. Dennoch kommt sie auf solide Erststimmenwerte. Die höchsten Prognoseergebnisse für die FDP kommen dabei im Charlottenburger Wahlkreis rund um Grunewald (17 Prozent) sowie dem Zehlendorfer Wahlkreis am Wannsee (15 Prozent) zustande.

 

 

BVV-Trend: CDU nicht mehr stärkste Bezirkskraft

 

Den genauen Überblick des Berliner BVV-Trends gibt es hier.

 

 

Würden die Berliner Bezirke wählen, käme es aktuell zu sichtbaren Verschiebungen. Gegenüber der Juli-Prognose verliert die CDU 4,5 Prozentpunkte und erreicht 19,5 Prozent. Gleichauf: die SPD, die ebenfalls starke Verluste verbucht (vier Prozentpunkte weniger als im Juli). Dicht dahinter folgt die Linke, die sich um zwei Prozentpunkte auf 18 Prozent verbessern kann. Auch die Grünen können zulegen, sie erreichen 14,5 Prozent (Juli: 13 Prozent). Die AfD legt am stärksten zu und wäre jetzt wieder zweistellig (10,5 Prozent, Juli: 6 Prozent). Der FDP-Aufwärtstrend hält in der Oktober-Prognose ebenfalls an: mit 10 Prozent würde die FDP um einen Zähler zulegen.

 

Trotz starken Verlusten bliebe die CDU in ihren Hochburgen Reinickendorf (32 Prozent; Juli 42,5 Prozent) und Steglitz-Zehlendorf (28 Prozent; Juli: 34 Prozent) weiterhin auf Platz eins. Die SPD würde in Tempelhof-Schöneberg von den Christdemokraten als führende Partei abgelöst werden. In Treptow-Köpenick (21 Prozent; Juli: 25,5 Prozent) und Charlottenburg-Wilmersdorf (22 Prozent; Juli: 25,5 Prozent) liegt die SPD knapp vorne, in Spandau (28 Prozent; Juli: 32 Prozent) und Neukölln (26 Prozent; Juli: 29,5 Prozent) kann die SPD die CDU etwas deutlicher auf Distanz halten.

 

Die Linke kann, wie auch bei der Bundestagswahl, in den westlich-gelegenen Bezirken zulegen. In Friedrichshain-Kreuzberg verdrängt sie die Grünen auf Platz zwei. Im Bezirk Mitte löst sie die SPD auf Platz eins ab. Bis auf Pankow, wo die Linke ihre Stellung als stärkste Kraft ausbaut (24,5 Prozent; Juli: 22 Prozent), verliert sie in den östlich gelegenen Bezirken an Prozentpunkten. In Lichtenberg bliebe sie weiterhin vorne, in Marzahn-Hellersdorf wird sie von der AfD überholt.

 

In Marzahn-Hellersdorf (24 Prozent; Juli: 15 Prozent) wäre die AfD damit stärkste Partei. In allen Bezirken könnte sich die AfD gegenüber der letzten Bezirksprognose verbessern: In den Ostbezirken mit einem Zuwachs von acht Prozentpunkten deutlich mehr als im Westen (+4,5 Prozent).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie entsteht die Wahlkreisprognose?

 

Bei der Wahlkreisprognose werden aktuelle gesellschaftliche und demoskopische Trends berücksichtigt, die für das Prognostizieren des Wahlausgangs in den verschiedenen Gebieten relevant sind. Wahlkreisspezifische Merkmale und frühere Wahlen spielen für die Prognose ebenso eine Rolle. Um mehr Transparenz zu gewährleisten, werden immer maximale und minimale Potentiale mit angegeben.

Mehr Informationen zur Methodik finden Sie hier.

Prognoseergebnisse Berliner AGH-Wahlkreise.

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