BVV-Trend und Berlin-Prognose:

Wie die SPD vom Zuwachs der CDU profitiert

von wahlkreisprognose.de 31. Mai 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rund neun Monate nach den Wahlen in den Berliner Bezirken legt die CDU stark zu - die SPD profitiert davon ebenfalls. Bei den Direktmandaten zur Bundestagswahl liegt die CDU vorne.

 

Bei den Bezirkswahlen im letzten Jahr konnten Linke und Grüne Bürgermeister in Pankow, Lichtenberg, Mitte und Marzahn-Hellersdorf dazu gewinnen. Alle zu Lasten der SPD. Laut unserer Mai-Prognose würde sich das Blatt jedoch wieder wenden. Linke und Grüne verbuchen Verluste, die SPD stagniert und die CDU kann stark gewinnen.

 

Die Verluste für die Linken wirken sich vor allen Dingen auf den Vorsprung in den östlichen Bezirken aus. Mit der Folge, dass die Linke in Marzahn-Hellersdorf durch die CDU und in Pankow durch die SPD von Platz eins verdrängt wird. Das Minus in den Ost-Bezirken, kann die Linke durch ein Plus in den West-Bezirken kompensieren: in Neukölln überholen sie die Grünen, in Friedrichshain-Kreuzberg kommen sie dicht an die Grünen heran. Die liegen mit Bürgermeisterin Monika Herrmann knapp vorne.

 

Den Bürgermeisterposten im Bezirk Mitte müssten die Grünen an die SPD abgeben. Für die SPD in Tempelhof-Schöneberg könnte es wiederum eng werden, denn die CDU ist hier stärkste Kraft.

 

Die AfD verliert im Vergleich zur letzten BVV-Wahl stark, was den Zuwachs der CDU im Osten erklärt. Hierdurch werden neue Zählgemeinschaftsbündnisse möglich, von denen die SPD profitieren könnte. Auch der Trend für die FDP zeigt nach oben: im Bezirk Steglitz-Zehlendorf könnte sie sogar einen Sitz im Bezirksamt ergattern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Zählgemeinschafts-Check:

 

Mitte

 

Rot-Grün könnte mit zusammen 26 Sitzen nicht weitermachen. Es bräuchte einen weiteren Partner: zum Beispiel CDU, Linke oder FDP.

 

 

 

 

 

 

Reinickendorf

 

Die aktuelle Große Koalition käme auf eine satte Mehrheit von 36 Sitzen. Eine Mehrheit gäbe es auch für Schwarz-Grün und Schwarz-Gelb (jeweils 28 Sitze).

 

 

 

 

 

 

Steglitz-Zehlendorf

 

Die amtierende Zählgemeinschaft aus CDU und Grünen hätte zur Zeit keine Mehrheit mehr (26 Sitze). Alternativ böte sich ein Jamaka-Bündnis (34 Sitze), eine Große Koalition (31 Sitze) oder ein Ampel-Bündnis (29 Sitze) an.

 

 

 

 

Neukölln

 

Bürgermeisterin Franziska Giffrey (SPD) könnte ihr Bündnis mit den Grünen nicht fortführen (27 Sitze). Denkbar wären dagegen Rot-Rot (28 Sitze) oder Rot-Schwarz (31 Sitze).

 

 

 

 

 

 

 

Tempelhof-Schöneberg

 

Das amtierende Rot-Grüne Bündnis wäre ohne Mehrheit. Alternativ böte sich Schwarz-Rot (30 Sitze), Jamaika (31 Sitze), Ampel (31 Sitze) oder Rot-Grün-Rot (31 Sitze) an.

 

 

 

 

 

 

Spandau

 

Rot-Schwarz (38 Sitze) wäre die einzig realistische Option. Mehrheitsfähige Bündnisse wie SPD, Grüne, Linke und FDP (30 Sitze) oder CDU, AfD und FDP (29 Sitze) sind politisch unwahrscheinlich.

 

 

 

 

 

 

Pankow

 

Eine Zählgemeinschaft aus SPD, Linken und Grünen (36 Sitze) sowie aus SPD, CDU und Grünen mit 34 Sitzen kämen auf eine klare Mehrheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Friedrichshain-Kreuzberg

 

Eine Mehrheit gäbe es sowohl für Grün-Rot (zusammen 29 Sitze) und Grün-Links (zusammen 33 Sitze).

 

 

 

 

 

 

Charlottenburg-Wilmersdorf

 

Rot-Grün allein kommt mit 24 Sitzen auf keine Mehrheit. Die Ampel (31 Sitze), Jamaika (31 Sitze), eine Großen Koalition (30 Sitze) oder Rot-Grün-Rot (29 Sitze) dagegen schon.

 

 

 

 

Marzahn-Hellersdorf

 

Die Linke könnte in einem Rot-Rot-Grünen Bündnis (28 Sitze) weiterhin die Bürgermeisterin stellen. Die CDU hätte die Möglichkeit in einer Schwarz-Rot-Grünen (29 Sitze) oder Schwarz-Rot-Gelben (29 Sitze) Kooperation den Bürgermeister zu stellen. Eine Neuauflage von Schwarz-links (29 Sitze) wäre das einzig mögliche Zweierbündnis. In dieser Konstellation jedoch CDU-geführt.

 

 

Lichtenberg

 

Ein linker Bürgermeister könnte sich mit einer Mehrheit von 32 Sitzen durch Rot-Rot wieder wählen lassen. Reichen würde es auch für eine SPD-geführte Zählgemeinschaft; zum Beispiel durch Rot-Schwarz-Grün (28 Sitze).

 

 

 

 

Treptow-Köpenick


SPD und Linke kommen aktuell auf 29 Sitze, was einer Mehrheit entspricht. Auch für Rot-Schwarz-Grün (31 Sitze) und Rot-Schwarz-Gelb (30 Sitze) würde es reichen.

 

 

 

Prognose für die Bundestagswahlkreise

 

Bei der Prognose für die Berliner Bundestagswahlkreise kommt die CDU auf fünf Direktmandate. Das sind starke Zugewinne und zwei mehr als bei der letzten Prognose. Die SPD verliert im Gegenzug drei Wahlkreise.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Werte für die Berliner Wahlkreise finden Sie hier.

 

Im Bundestagswahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg/Prenzlauer Berg Ost legen die Grünen im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozent zu und ziehen an der SPD vorbei. Die Linken kommen weiterhin auf vier Direktmandate.

 

 

 

 

Wie entsteht die Wahlkreisprognose?

 

Bei der Wahlkreisprognose werden aktuelle gesellschaftliche und demoskopische Trends berücksichtigt, die für das Prognostizieren des Wahlausgangs in den verschiedenen Gebieten relevant sind. Wahlkreisspezifische Merkmale und frühere Wahlen spielen für die Prognose ebenso eine Rolle. Um mehr Transparenz zu gewährleisten, werden immer maximale und minimale Potentiale mit angegeben.

Mehr Informationen zur Methodik finden Sie hier.

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