BVV-Trend und Berlin-Prognose: Linke und CDU mit Zugewinnen

von wahlkreisprognose.de 6. Juli 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im neuen BVV-Trend geht die Linke als größte Gewinnerin hervor. Die CDU kann im Vergleich zum Vormonat weiter zulegen. Verluste hingegen müssen SPD, AfD, FDP und Grüne hinnehmen. In der Prognose für die Berliner Bundestagswahlkreise wiederum gibt es im Vergleich zur Vorwoche wenig Veränderungen.

 

 

BVV-Trend

 

Den genauen Überblick des Berliner BVV-Trends gibt es hier.

 

Mitte:

 

Bei den letzten Wahlen zu den Bezirksversammlungen wurden die Grünen noch knapp stärkste Kraft. Laut unserer neuesten Prognose kommen sie mit 20 Prozent nur noch auf Platz drei. Die Linke verbessert sich auf 21 Prozent und nimmt Platz zwei ein. Wahrscheinlichste Bürgermeister-Partei wäre demnach die SPD, die mit 23 Prozent als stärkste Kraft hervorgeht. Zweier-Zählgemeinschaften sind aktuell nicht möglich.

 

 

Friedrichshain-Kreuzberg:

 

In Friedrichshain-Kreuzberg wären die Grünen trotz starker Verluste gegenüber der letzten Wahl mit 27 Prozent weiterhin stärkste Kraft. Dicht gefolgt von den Linken, die 24,5 Prozent erzielen. Die Linke verbessert sich damit um knapp vier Prozentpunkte gegenüber der letzten Wahl. Weit abgeschlagen auf Platz drei bzw. vier befinden sich SPD (17 Prozent) und CDU (9,5 Prozent).

 

Reinickendorf:

In Reinickendorf fehlen der CDU lediglich drei Sitze zur absoluten Mehrheit. Mögliche Kooperationen in der BVV wären Schwarz-Gelb (29 Sitze) oder die Fortsetzung der aktuell-regierenden Großen Koalition (37 Sitze). Die CDU kann im Vergleich zur letzten Wahl sieben Prozent dazugewinnen. Die SPD bleibt in etwa auf dem Niveau von 2016, die AfD hingegen verliert rund vier Prozent.

 

Steglitz-Zehlendorf

 

Noch im Mai fehlten der amtierenden schwarz-grünen Zählgemeinschaft einige Sitze zur absoluten Mehrheit. Laut neuestem BVV-Trend würde sich dies nun ändern: mit zusammen 29 Sitzen könnte Schwarz-Grün weiter machen. Die CDU erzielt mit 34 Prozent circa sechs Prozent mehr als bei den letzten Wahlen.

Während die SPD mit 22 Prozent leicht unter ihrem Ergebnis von 2016 liegt, würde die FDP mit elf Prozent (2016: 9,9) leicht zulegen. Größter Verlierer in Steglitz-Zehlendorf sind Grüne und AfD. Gegenüber der letzten Wahl würden beide rund drei Prozent verlieren.

 

Neukölln:

Die SPD rutscht unter die 30-Prozent-Marke und die Grünen werden von den Linken von Platz drei verdrängt. Auf Grundlage dieser Zahlen hätte Rot-grün in der Neuköllner BVV keine Mehrheit mehr. Alternativen wären Rot-Rot (gemeinsam 28 Sitze), Rot-Schwarz (gemeinsam 31 Sitze) oder ein Ampel-Bündnis (gemeinsam 29 Sitze).

 

Tempelhof-Schöneberg:

 

Wie in der Mai-Prognose geht die CDU mit 25,5 Prozent als stärkste Kraft hervor. Gefolgt von der SPD (24 Prozent) und den Grünen (18,5 Prozent). Als mögliche Zählgemeinschaften in der BVV bieten sich Schwarz-Rot (30 Sitze), Jamaika (30 Sitze) und eine Ampel-Konstellation (30 Sitze) an.

 

 

Den Zählgemeinschafts-Check finden Sie hier.

 

 

Spandau:

 

In Spandau ist bis auf eine Große Koalition (38 Sitze) keine andere realistische Option möglich. Die Werte von SPD und CDU nähern sich zudem an. Die SPD verliert gegenüber der Mai-Prognose zwei Prozentpunkte und kommt auf 32 Prozent. Die CDU wiederum gewinnt hinzu und erzielt 31 Prozent.

 

Charlottenburg-Wilmersdorf:

 

Zwischen CDU und SPD gibt es jetzt Gleichstand! Beide würden 25,5 Prozent erreichen. Mögliche Zählgemeinschaften wären Schwarz-Rot bzw. Rot-Schwarz (30 Sitze), eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP oder ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP (jeweils 31 Sitze).

 

Pankow:

 

In Pankow schiebt sich die Linke wieder vor die SPD. Mit 22 Prozent könnte sie weiterhin den Bürgermeister stellen. Zum Beispiel mit SPD und Grünen. Eine solche Konstellation käme auf satte 36 Sitze in der BVV. Allerdings könnte die SPD trotz ihrer Verlusten gegenüber der Mai-Prognose (minus eins auf 21 Prozent) eine Zählgemeinschaft mit CDU und Grünen bilden.

 

 

Marzahn-Hellersdorf:

 

Nicht nur in Pankow ist die Linke wieder stärkste Kraft. Auch in Marzahn-Hellersdorf verbessert sie sich um zwei Prozentpunkte auf 27 Prozent. Damit verdrängt sie die CDU von Platz eins, die in der letzten Prognose stärkste Kraft gewesen ist. Mögliche Zählgemeinschaften sind Schwarz-Rot-Grün (29 Sitze) und Rot-Rot-Grün (29 Sitze). Linke und CDU könnten mit einer deutlichen BVV-Mehrheit von 32 Sitzen ebenfalls eine Zählgemeinschaft bilden. Die neuen Zählgemeinschaftsoptionen ergeben sich nicht zuletzt durch die Schwäche der AfD: mit 15 Prozent liegt sie aktuell 8,2 Prozent unter ihrem 2016er-Ergebnis.

 

Lichtenberg:

Eine andere Konstellation außer Rot-Rot (32 Sitze) oder Rot-Rot-Grün (35 Sitze), jeweils unter Führung der Linken, wäre aktuell nicht möglich. Das hängt damit zusammen, dass die Linke im Vergleich zum Mai um satte zwei Prozentpunkte zulegen kann. Die SPD hingegen verliert 1,5 Prozentpunkte auf nur noch 22,5 Prozent. Die CDU bleibt stabil bei 18,5 Prozent. Nochmal deutlich abwärts geht es für die AfD, die bei der vergangenen Bezirkswahl 19,2 Prozent erreichte, im Mai 12 Prozent erzielte und jetzt bei elf Prozent liegt.

 

Treptow-Köpenick:

 

In Treptow-Köpenick verliert die SPD gegenüber des Mai-Trends zwei Prozentpunkte und kommt jetzt auf 25,5 Prozent. Hinzugewinnen kann die Linke, die mit 23,5 Prozent auf Platz zwei folgt. Die CDU hält 18,5 Prozent.

Gemessen an den Zahlen, die aus dem BVV-Trend hervorgehen, könnte das aktuelle Rot-rote Bündnis (31 Sitze) fortgesetzt werden. Auch SPD, CDU und Grüne hätten eine rechnerische Mehrheit von 31 Sitzen.

 

Berlin-Prognose zur Bundestagswahl

 

In der Berlin-Prognose gibt es im Vergleich zur Vorwoche kaum Veränderungen: die CDU würde weiterhin sechs Direktmandate gewinnen, die Linke bliebe bei ihren vier; SPD und Grüne könnten ihre Direktmandate in Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg/Prenzlauer Berg-Ost halten. Landesweit verlieren SPD und FDP, während CDU, Grüne, Linke und AfD hinzugewinnen könnten. Den genauen Überblick finden Sie hier.

 

 

 

Wie entsteht die Wahlkreisprognose?

 

Bei der Wahlkreisprognose werden aktuelle gesellschaftliche und demoskopische Trends berücksichtigt, die für das Prognostizieren des Wahlausgangs in den verschiedenen Gebieten relevant sind. Wahlkreisspezifische Merkmale und frühere Wahlen spielen für die Prognose ebenso eine Rolle. Um mehr Transparenz zu gewährleisten, werden immer maximale und minimale Potentiale mit angegeben.

Mehr Informationen zur Methodik finden Sie hier.

 

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