Berlin-Prognose: CDU hängt SPD deutlich ab - Linke mit Verlusten

von wahlkreisprognose.de 23. Juli 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die CDU baut ihren Vorsprung in den Berliner Wahlkreisen deutlich aus. Die SPD stagniert und die Linke verbucht Verluste im Ostteil der Stadt. Davon profitiert die AfD. Die Grünen scheinen ihr Tief überwunden zu haben - das Hoch der Liberalen ist vorerst beendet. Das zeigt die neue Berliner Erststimmenprognose zur Bundestagswahl.

 

 

Eine Übersicht der Prognosen in den einzelnen Wahlkreisen finden Sie hier.

 

Die dritte Woche in Folge kann die CDU sechs und die Linke vier Wahlkreise direkt gewinnen. Grüne und SPD liegen jeweils in einem Wahlkreis vorne. Größere Veränderungen gibt es beim Blick auf die Parteiwerte. Unterschiede gibt es zudem zwischen den östlichen und westlichen Wahlkreisen.

 

Berlin-West:

In den westlichen Wahlkreisen kann die CDU im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt zulegen und kommt auf 32 Prozent. Gefolgt von der SPD, die wie in der Vorwoche 27,5 Prozent erreicht. Auf Platz drei kommen die Grünen, die sich um einen halben Prozent auf 14,5 Prozent verbessern. Die Linke liegt bei 10 Prozent (-0,5), die AfD legt auf 7 Prozent (+0,5) zu und die FDP verliert auf 6 Prozent (-0,5).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berlin-Ost:

In den östlichen Wahlkreisen bleibt die Linke weiterhin stärkste Kraft. Allerdings mit deutlichen Verlusten (-1,5 Prozent) gegenüber der Vorwoche. Dahinter kommt die CDU mit leicht verbesserten 23,5 Prozent (+0,5). Auf Platz drei ist die SPD, mit unveränderten 18 Prozent. Die AfD erreicht in dieser Woche mit 10 Prozent (+1) wieder einen zweistelligen Wert. Die Grünen bleiben bei 6,5 Prozent, die FDP verliert und kommt auf 2 Prozent (-0,5).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berlin-Gesamt:

Betrachtet man die Erststimmen-Werte stadtweit wäre die CDU weiterhin deutlich auf Platz eins. Mit 29,5 Prozent (+1) würde sie ihren Vorsprung zur SPD (24,5 Prozent, +/-0) nochmals ausbauen. Sicher auf dem dritten Platz läge die Linke mit leicht verschlechterten 18 Prozent (-1). Die Grünen kommen auf 12 Prozent (+0,5). Die andere Gewinnerin der Woche ist die AfD, die 8 Prozent erreicht (+0,5). Schlusslicht der bekannteren Parteien ist die FDP, die in dieser Woche mit 4,5 Prozent (-0,5) den schlechtesten Erststimmenwert seit zwei Monaten erzielt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wahlkreise, in denen der Ausgang zum aktuellen Zeitpunkt eindeutig ist:

 

Reinickendorf

 

Frank Steffel (CDU) liegt seit Wochen deutlich vor SPD-Herausforderer Torsten Karge. Mit aktuell 13 Prozent Vorsprung gilt Reinickendorf als sicherer CDU-Wahlkreis. Steffel erreicht 41 Prozent (Vorwoche: 41 Prozent) und Karge 28 (Vorwoche: 28 Prozent).

 

Steglitz-Zehlendorf

 

Der CDU-Kandidat Thomas Heilmann führt mit 13 Prozent Vorsprung vor SPD-Frau Ute Finckh-Krämer. Heilmann profitiert in dieser Woche von den Verlusten der FDP. Er kommt auf 40,5 Prozent (Vorwoche: 40 Prozent), Finckh-Krämer auf 27,5 Prozent (Vorwoche: 27,5 Prozent) .

 

Tempelhof-Schöneberg

 

Mechthild Rawert (SPD) lag im April noch knapp vor Jan-Marco Luczak (CDU). Mittlerweile hat sich der Trend wieder zugunsten von Luczak gedreht. Mit 35 Prozent (Vorwoche: 33,5 Prozent) führt er gegenüber Rawert, die auf 25 Prozent (Vorwoche: 25,5 Prozent) kommt.

 

Treptow-Köpenick

 

Gregor Gysis (Linke) Direktkandidatur ist mehr als sicher. Er führt mit 40 Prozent (Vorwoche: 40,5 Prozent)  vor Niels Korte, der auf 21,5 Prozent (Vorwoche: 21,5 Prozent) kommt.

 

Lichtenberg

 

In Lichtenberg bleibt Lötzsch trotz Verlusten gegenüber der Vorwoche mit 38 Prozent (Vorwoche: 40 Prozent) klare Erststimmensiegerin. Martin Pätzold (CDU) erlangt 22 Prozent (Vorwoche: 21,5 Prozent).

 

Wahlkreise, in denen der Ausgang zum aktuellen Zeitpunkt deutlich ist:

 

Mitte

 

Die SPD-Hochburg Mitte könnte Eva Högl (SPD) mit 27 Prozent (Vorwoche: 27 Prozent) weiterhin direkt gewinnen. Allerdings fällt der Vorsprung zum CDU-Herausforderer Frank Henkel mit fünf Prozent deutlich kleiner aus als noch im Mai.

 

Spandau/Charlottenburg-Nord

 

Bei der vergangenen Bundestagswahl konnte Kai Wegner (CDU) mit einem Vorsprung von nur 1,8 Prozent gegen Swen Schulz (SPD) direkt gewinnen. Laut aktueller Prognose wäre der Vorsprung für Wegner mit 4,5 Prozent deutlich größer. Kai Wegner kommt auf 38,5 Prozent (Vorwoche: 38 Prozent), Schulz auf 34 Prozent (Vorwoche: 34 Prozent).

 

Charlottenburg-Wilmersdorf

 

Im April und Mai lag Tim Renner (SPD) noch knapp vor dem amtierenden Direktkandidat Klaus-Dieter Gröhler (CDU). Aktuell hätte Gröhler mit 35,5 Prozent (Vorwoche: 34 Prozent) wieder die Nase vorn. Renner erreicht 29,5 Prozent (Vorwoche: 29,5 Prozent).

 

Friedrichshain-Kreuzberg/Prenzlauer Berg-Ost

 

Im April sah es so aus, als würde Ströbeles Nachfolgerin Canan Bayram (Grüne) das Direktmandat für ihre Partei nicht verteidigen können. Stattdessen lag SPD-Frau Cansel Kiziltepe hauchdünn vorne. Mittlerweile führt Bayram jedoch mit 28,5 Prozent (Vorwoche: 27,5 Prozent). Pascal Meiser (Linke) hat in der Zwischenzeit Kiziltepe überholt und kommt auf Platz zwei.

 

Marzahn-Hellersdorf

 

2013 wählten 38,9 Prozent Petra Pau (Linke). Der Vorsprung zur Zweitplatzierten Monika Grütters (CDU) betrug damals 13,2 Prozent. Laut aktueller Prognose kommt Pau auf 36 Prozent (Vorwoche: 38 Prozent) und Grütters auf 28 Prozent (Vorwoche: 26,5 Prozent) . Damit verkürzt sich der Abstand auf acht Prozent. Beim Duell um Platz drei leisten sich in dieser Woche die Kandidaten von SPD und AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Jeanette Aurich (AfD) kommt auf 15 Prozent (Vorwoche: 12,5 Prozent) und Dimitri Geidel (SPD) auf 15,5 Prozent (Vorwoche 16 Prozent).

 

Wahlkreise, in denen der Ausgang zum aktuellen Zeitpunkt offen ist.

 

Pankow

 

Stefan Liebichs (Linke) Abstand zu den Kandidaten von CDU und SPD war schon größer. In dieser Woche erreicht er 25,5 Prozent (Vorwoche: 27 Prozent), Gottfried Ludewig (CDU) 22,5 Prozent (Vorwoche: 22 Prozent) und Klaus Mindrup 20 Prozent (Vorwoche: 20 Prozent).

 

Neukölln

 

Im zur Zeit knappste Wahlkreis liegt Christina Schwarzer (CDU) seit drei Wochen vorne. Allerdings nur mit einem knappen Vorsprung vor dem amtierenden Direktkandidaten Fritz Felgentreu (SPD). In dieser Woche kommt Schwarzer auf 30 Prozent (Vorwoche: 29,5 Prozent) und Felgentreu auf 29,5 Prozent (Vorwoche: 29 Prozent).

 

Wie entsteht die Wahlkreisprognose?

 

Bei der Wahlkreisprognose werden aktuelle gesellschaftliche und demoskopische Trends berücksichtigt, die für das Prognostizieren des Wahlausgangs in den verschiedenen Gebieten relevant sind. Wahlkreisspezifische Merkmale und frühere Wahlen spielen für die Prognose ebenso eine Rolle. Um mehr Transparenz zu gewährleisten, werden immer maximale und minimale Potentiale mit angegeben.

Mehr Informationen zur Methodik finden Sie hier.

 

  32 2013: 35,2

27,5 2013: 30,1

10 2013: 8

14,5 2013: 14,9

6 2013: 1,8

7 2013: 3,7

        23,5 2013: 22,6

18 2013: 19

34,5 2013: 33,9

6,5 2013: 11,8

2

10 2013: 3,9

CDU +1

SPD +/0

LIN -0,5

GRÜ +0,5

FDP -0,5

AfD +0,5

CDU +0,5

SPD +/0

LIN -1,5

GRÜ +/0

FDP -0,5

AfD +1

Erststimmen-Prognose Berlin-West in % und Veränderung im Vgl. zur Vorwoche

         29,5 2013: 30

24,5 2013: 25,5

18 2013: 18,7

12 2013: 13,6

4,5

8 2013: 3,8

CDU +1

SPD +/0

LIN -1

GRÜ +0,5

FDP -0,5

AfD +0,5

Erststimmen-Prognose Berlin-Ost in % und Veränderung im Vgl. zur Vorwoche

2013: 0,9

2013: 1,4

Erststimmen-Prognose Berlin-Gesamt in % und Veränderung im Vgl. zur Vorwoche

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